Brandschutz
Telefonbox und Brandschutz: Was im Büro gilt
Kurz gesagt: Eine freistehende Telefonbox gilt in den meisten Fällen als bewegliches Möbel, nicht als bauliche Anlage. Entscheidend bleiben die Landesbauordnung und das Brandschutzkonzept Ihres Gebäudes. Die Box darf keine Fluchtwege einengen und keinen toten Winkel für Sprinkler oder Rauchmelder schaffen.
Die Telefonboxen von QAkustik bestehen aus Materialien mit Klassifizierung nach EN 13501-1: MDF B-s2,d0, Stoff und Mineralwolle A2-s1,d0, dazu Verbund-Sicherheitsglas. Die Brandklassen-Dokumentation wird mit jeder Einheit geliefert. Diese Seite ist eine allgemeine Information und keine Rechtsberatung. Klären Sie jeden Punkt mit Ihrem Brandschutzbeauftragten.
Zuletzt geprüft:
- MDF-Paneele
- B-s2,d0
- Stoff & Mineralwolle
- A2-s1,d0
- Glas
- Verbund-Sicherheitsglas
- Unterlagen
- CE, EMV, LVD, RoHS, EN 13501-1
Checkliste vor der Bestellung
- Lassen Sie sich die Klasse nach EN 13501-1 für jedes Material schriftlich geben.
- Fordern Sie die Unterlagen zu CE, EMV, LVD und RoHS für die Elektrik an.
- Zeichnen Sie den Standort in den Grundriss ein. Prüfen Sie die Fluchtwegbreite bei geöffneter Kabinentür.
- Notausgänge, Feuerlöscher, Handmelder und Rettungszeichen bleiben sichtbar und erreichbar.
- Fragen Sie den Errichter oder Wartungsdienst Ihrer Sprinkler- oder Brandmeldeanlage, ob der Raum unter dem geschlossenen Dach eigene Melder oder Sprinkler braucht.
- Stellen Sie die Box nahe an eine Steckdose, damit kein Kabel über einen Laufweg führt.
- Holen Sie die schriftliche Freigabe des Brandschutzbeauftragten ein, bei Mietflächen auch die des Vermieters.
- Klären Sie, ob der Flucht- und Rettungsplan angepasst werden muss.
Was die Klassen nach EN 13501-1 bedeuten
DIN EN 13501-1 ist das europäische System, mit dem das Brandverhalten von Bauprodukten eingestuft wird. Die Hauptklassen reichen von A1 und A2 (nichtbrennbar) über B, C, D und E bis F. Zwei Zusätze beschreiben Begleiterscheinungen: s1 bis s3 für die Rauchentwicklung (s1 ist die geringste) und d0 bis d2 für brennendes Abtropfen (d0 heißt kein Abtropfen).
| Material | Klasse | Was das heißt |
|---|---|---|
| MDF-Paneele | B-s2,d0 | Brennbar, sehr begrenzter Beitrag zum Brand, mittlere Rauchentwicklung, kein brennendes Abtropfen |
| Stoff und Mineralwolle | A2-s1,d0 | Nichtbrennbare Klasse, geringe Rauchentwicklung, kein brennendes Abtropfen |
| Tür und Glas | Verbund-Sicherheitsglas | Glasschichten mit Folie verbunden, bleibt bei Bruch zusammen |
Quelle: technische Daten von QAkustik. Die Klassen gelten für die Materialien, nicht für die Box als Ganzes.
Das deutsche Baurecht verwendet eigene Begriffe wie „nichtbrennbar“ und „schwerentflammbar“ und ordnet sie in der MVV TB den europäischen Klassen zu. Welche Anforderung für Ihren Standort gilt, beantwortet Ihr Brandschutzbeauftragter.
Braucht eine Telefonbox eine Genehmigung?
Die Landesbauordnungen, die auf der Musterbauordnung (MBO) beruhen, regeln bauliche Anlagen. Eine Box, die auf dem vorhandenen Boden steht, an einer Steckdose hängt und sich wieder abbauen lässt, gilt in den meisten Fällen als bewegliches Möbel.
Das Brandschutzkonzept des Gebäudes kann trotzdem vorgeben, was wo stehen darf, zum Beispiel in Fluren, die als Rettungsweg dienen. Prüfen Sie es, bevor Sie den Standort festlegen.
Fluchtwege
Die Arbeitsstättenregel ASR A2.3 nennt Mindestbreiten für Hauptfluchtwege: 0,90 m bis 5 Personen, 1,00 m bis 20 Personen und 1,20 m bis 200 Personen. Planen Sie die Box so, dass diese Breiten frei bleiben, auch bei geöffneter Tür.
Stellen Sie keine Box vor Notausgänge, Feuerlöscher oder Rettungszeichen. Alle QAkustik-Modelle sind 220 cm hoch. Prüfen Sie daher, ob die Box Zeichen an der Wand dahinter verdeckt.
Sprinkler und Rauchmelder
Eine Telefonbox hat ein geschlossenes Dach. Gibt es im Raum Sprinkler oder automatische Rauchmelder, kann das Dach den Innenraum der Box von ihnen abschirmen.
Ob die Box eigene Melder oder Sprinklerköpfe braucht, hängt von Ihrer Anlage und dem Brandschutzkonzept ab. Fragen Sie vor der Montage die Firma, die die Anlage wartet. Messen Sie auch den Abstand vom Kabinendach zu den nächsten Sprinklerköpfen. Die Maße aller Modelle finden Sie in der Maßübersicht.
Wer prüft was?
- Brandschutzbeauftragter: berät den Arbeitgeber zum Brandschutz. Aufgaben und Ausbildung beschreibt die DGUV Information 205-003.
- Arbeitgeber: verantwortlich für sichere Arbeitsstätten, auch für freie Fluchtwege.
- Eigentümer oder Vermieter: verantwortet das Brandschutzkonzept und muss Einbauten oft zustimmen.
- Errichter oder Wartungsfirma der Sprinkler- oder Brandmeldeanlage: bestätigt die Abdeckung in der Box.
- Fachkraft für Arbeitssicherheit: nimmt die Box in die Gefährdungsbeurteilung auf, auch die Lüftung.
Häufige Fragen
Hat die ganze Telefonbox eine Brandschutzklasse?
EN 13501-1 stuft Materialien ein, nicht eine komplette Box. Unsere Dokumentation nennt die Klasse jedes Materials: MDF B-s2,d0, Stoff und Mineralwolle A2-s1,d0, dazu Verbund-Sicherheitsglas.
Braucht eine Telefonbox einen eigenen Sprinkler?
Das hängt vom Gebäude ab. Gibt es Sprinkler oder Rauchmelder, klären Sie mit der Wartungsfirma und dem Brandschutzbeauftragten, ob der Raum unter dem Kabinendach abgedeckt sein muss. Das entscheiden sie, nicht der Hersteller der Box.
Darf eine Telefonbox im Flur stehen?
Nur wenn das Brandschutzkonzept es erlaubt und der Fluchtweg seine Mindestbreite behält, auch bei offener Tür. Die Breiten stehen in der ASR A2.3. Fragen Sie vorher Ihren Brandschutzbeauftragten.
Bekommen wir die Brandschutzunterlagen vor der Bestellung?
Die Brandklassen-Dokumentation wird mit jeder Einheit geliefert. Braucht Ihr Brandschutzbeauftragter sie schon für die Freigabe, schreiben Sie das in Ihre Anfrage.
Telefonboxen, die Ihr Brandschutzbeauftragter prüfen kann
Nennen Sie Stadt, Anzahl und Wunschmonat. Sie erhalten innerhalb von 24 Stunden ein schriftliches Angebot. Sagen Sie uns, ob Sie die Brandklassen-Unterlagen für die Freigabe brauchen.
Weiterführende Seiten
Quellen
Allgemeine Information, Stand 31. Oktober 2026, keine Rechtsberatung. Vorgaben unterscheiden sich je nach Bundesland und Gebäude. Klären Sie den Standort mit Ihrem Brandschutzbeauftragten.